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26.01.2012 - 21:40

Bundesligist Universe vier Monate vor Saison noch immer ohne Spielstätte in Frankfurt

Außerordentliche Mitgliederversammlung trifft wegweisende Beschlüsse/Anfrage der FDP-Ratsfraktion zur Football-Perspektive in der Stadt Frankfurt


Frankfurt. Wichtigster Punkt - und Hauptgrund der außerordentlichen Mitgliederversammlung von Frankfurt Universe am 20. Januar war die immer noch ungeklärte Spielort-Situation des American Football-Zweitligisten für die anlaufende Saison 2012.  „Wir haben euch eingeladen, um mit euch das weitere Vorgehen in dieser sehr schwierigen Situation zu besprechen und die notwendigen Beschlüsse zu fassen", so Vorsitzender Klaus Rehm und Vorstandsmitglied Tilman Engel, die seit acht Monaten mit Sportamt, Sportdezernat und Landesregierung umfassende Gespräche zur Platzsituation geführt haben.
„Nach dem Wegfall von rund 300 Fan-Parkplätzen am bisherigen Spielort in Ginnheim, einem immer stärkeren Zuschauerzuspruch und eine für eine reinen Amateurverein nicht tragbare Platzmiete ist unter den gegebenen Bedingung eine Fortführung des Spielbetriebes dort nicht mehr möglich, so Clubpräsident Rehm. „Eine so hohe Platzmiete steht in Frankfurt sicherlich für keinen anderen Amateurverein zur Diskussion", unterstrich Engel. „Mit den Mitgliedsbeiträgen und Eintrittsgeldern sollten wir den Sport und die Jugend entwickeln, nicht jedoch bei anderen Löcher stopfen müssen."
Die umgehende Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung noch während der laufenden Saison 2011 hatte zunächst in guten, konstruktiven Gesprächen mit Sportamt und Sportdezernat resultiert, mit der Perspektive, Football als Vereinssport langfristig zu entwickeln, in die 1. Bundesliga aufzusteigen und um die deutsche Meisterschaft zu spielen. Seitens der Stadt wurden im Herbst 2011 mehrere Platzmöglichkeiten vorgestellt. Nach einer Vor-Ort-Besichtigung dieser Plätze erfolgte durch Universe umgehend ein offizieller Antrag auf die Anmietung des Areals: „Seit drei Monaten haben wir nun von der Stadt leider keine offizielle Antwort erhalten", bedauert Rehm, „und in sechs Wochen müsste das Freilufttraining auf dem Platz beginnen und in drei Monaten sollte Saisonstart sein. Seit einem Dreiviertel Jahr ist nun die Frage „Nur wo?“ Wenn Universe nicht zeitnah gegenüber dem Bundesverband eine für die Bundesliga taugliche Spielstätte nachweisen kann, droht die Aberkennung der Bundesliga-Lizenz und eine Zwangsrückstufung in unterste Ligen. Ohne Platz droht auch dort die vollständige Einstellung des Spielbetriebes. 
Nach einer streckenweise sehr emotional geführten Debatte während der Universe-Mitgliederversammlung ermächtigten die 130 stimmberechtigten Mitglieder (von 550 insgesamt) nahezu einstimmig den Vorstand, alle denkbaren Optionen für die
Aufrechterhaltung des Spielbetriebes und die Fortführung des Vereins zu verfolgen, notfalls zeitweise auch außerhalb der Stadt Frankfurt.
Am Ende der rund dreistündigen Ausführungen und Diskussion machte der Vorstand nochmals deutlich, dass es seitens des Vereins jedes Interesse gibt, zusammen mit der Stadt und anderen Vereinen, ein langfristige Stadionoption innerhalb dieser Stadt zu entwickeln. „Wenn Universe dann in der 1. Football-Bundesliga um die deutsche
Meisterschaft mitspielt, ist sicherlich mit 5000 bis 6000 Zuschauern zu rechnen.

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